Deutscher Kinderschutzbund KV Coburg e.V.

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Der Coburger Kinderschutzbund wurde 1964 als erster bayerischer Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes gegründet. Als Kreisverband ist er nun seit Jahrzehnten Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche und Familien in Stadt und Landkreis Coburg.

Der Coburger Kinderschutzbund setzt sich als Lobby für Kinder für eine kinder- und familienfreundliche Region ein. Kinder und Eltern können zahlreiche Angebote nutzen, die ihren Lebensalltag erleichtern und verbessern. Diese Aufgaben werden sowohl von Fachkräften als auch von derzeit ca. 60 Ehrenamtlichen ausgeführt.

Der Coburger Kinderschutzbund ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Die Arbeit wird durch Beiträge, Spenden, Bußen und Projektfördermittel finanziert.

Seit 2003 ist der Coburger Kinderschutzbund Partner in der Trägergemeinschaft des Familienzentrums Coburg.

Eine ausführliche Darstellung der Vereinsgeschichte finden Sie unter Chronik des Coburger Kinderschutzbundes

Chronik des Coburger Kinderschutzbundes

Mehr als 50 Jahre Kinderschutzbund in Coburg - eine Chronik

Frühe Hilfe - KiFaLo

Seit Januar 2015 wird die Kinder- und Familienlobby (KiFaLo) als eine Maßnahme der Frühen Hilfe nach dem Bundeskinderschutzgesetzt durch eine Leistungsvereinbarung mit der Stadt Coburg gesichert. Diese umfasst die Finanzierung einer Sozialpädagogenstelle und seit 2017 auch die Anstellung einer Kinderkrankenschwester. Diese Arbeit wird in einger Zusammenarbeibt mit der Kokistelle der Stadt Coburg organisiert. Alle weiteren Informationen zu den aktuellen Angeboten des Coburger Kinderschutzbundes sind auf der Homepage www.kinderschutzbund-coburg.de und in verschiedenen Flyern zu finden.

2015

2014

Die Katze und Mrs. Murr

Das Präventions-Puppentheater zum Sexuellen Missbrauch wird Grundschulen für Kinder der 2. bis 4. Klasse angeboten und mit einer pädagogischen Begleitung vor Ort aufgeführt. Der Coburger Kinderschutzbund hat als Kooperationspartner des Arbeitskreises „Keine sexuelle Gewalt – Hilfe für Frauen, Kinder und Jugendliche“ die Trägerschaft des Theaterstückes übernommen.

"Gemeinsam stark bleiben - was stärkt mich in schwierigen 
Situationen?"

In den Kursen Stärken stärken haben die Kinder oft Abschiede verschiedenster Art, wie Schulwechsel, Tod von nahen Angehörigen oder auch einem geliebten Haustier, thematisiert oder über Veränderungen der Lebenssituation, wie Trennungen, Umzug oder Scheidung gesprochen. Gemeinsam mit dem Hospizverein Coburg e.V. soll nun ein Angebot gestaltet werden, bei dem sich Kinder spielerisch, kreativ und auch mit Spaß und Freude mit diesen schwierigen und doch stets präsenten Themen auseinandersetzen können. Der erste dieser Kurse findet in den Osterferien statt.

2013 Familienpaten

2013 Familienpaten

Gemeinsam mit dem Neustadter Familienzentrum gründete der Kinderschutzbund in Neustadt das Netzwerk Familienpaten. Familienpatenschaften sind ein niederschwelliges Angebot, mit dem Familien bei ihren Erziehungsaufgaben und bei der Gestaltung des Familienalltags unterstützt werden sollen. Der Neustadter Stadtrat hatte sich dieses Projekt gewünscht, und so konnten in Kooperation mit der Stadt Neustadt zwei Fachkräfte als Ausbilderinnen und Koordinatorinnen für die ehrenamtlichen Familienpaten qualifiziert werden.

2013

2012

2012 UN-Kinderrechtskonvention – Kinderrechte in Coburg

Die UN-Kinderrechtskonvention ist dem Coburger Kinderschutzbund ein wichtiges Anliegen. Zum Weltkindertag 2012 wurde mit Drittklässern der Lutherschule ein Infostand „Auch Kinder haben Rechte“ vorbereitet und durchgeführt, bei dem neben der Bevölkerung insbesondere die Stadträtinnen und Stadträte angesprochen wurden. Ein Jahr später luden die Schülerinnen und Schüler zu einem Gespräch ein, bei dem sie mit konkreten Fragen den Stand der Umsetzung ermittelten. Näheres im ausführlichen Beitrag.

MehrWert Demokratie

MehrWert Demokratie ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern. Hier können Kinder ab acht Jahren im Schullandheim Demokratie hautnah erleben und Partizipationsmodelle ausprobieren. An neun Standorten in Bayern werden unterschiedliche Themen in einwöchigen Kursen entwickelt und erprobt. Der Kinderschutzbund Coburg ist für den Bezirk Oberfranken verantwortlich und hat im Schullandheim Steinbach a. W. mit einer 2. Klasse aus Teuschnitz und einer 4. Klasse aus Steinwiesen in Form einer Zukunftswerkstatt das Thema „Beteiligung in der Schule“ erprobt und durchgeführt. Alle Partizipationsmodelle wurden mit den Verantwortlichen der Standorte und beteiligten Schülern evaluiert und sollen ab dem Schuljahr 2014/ 15 als dauerhafte Kurse an den jeweiligen Standorten etabliert werden.

2011 Umbau und Fast-Co-Trägerschaft des Eltern-Kind-Cafés „Babbel“

Nachdem sich der Verein „Kleiner Muck e.V.“ aus der gemeinsamen Trägerschaft des Familienzentrums zurückgezogen hatte, übernahm der Kinderschutzbund gemeinsam mit dem Verein Domino e.V. die Verantwortung für das Eltern-Kind-Café. Nach einer mit viel Eigenleistung betriebenen Renovierung und Neugestaltung konnte das Eltern-Kind-Café als „Café Babble“ wieder eröffnet werden. Im Sommer 2012 hat sich der Kinderschutzbund aus dem Cafébetrieb zurückgezogen, wird das Café aber weiterhin unterstützen und verschiedene pädagogische Angebote in dessen Räumen durchführen.

2011

2010

2010 Kompetenzzentrum Frühkindliche Inklusion

Das Kompetenzzentrum frühkindliche Inklusion ist ein Gemeinschaftsprojekt der heilpädagogischen Einrichtungen gemeinnützige GmbH in Coburg, des Fördervereins Integrative Schule Coburg e.V. und des Kinderschutzbunds. Parallel zum Bau und Betrieb einer integrativen Kinderkrippe soll der Ausbau eines umfassenden Netzwerkes sowie eines weit reichenden Beratungs- und Unterstützungsangebotes für Eltern, Fachkräfte in Regelkindertagesstätten, Schulen etc. ermöglicht werden. Das Kompetenzzentrum mit dem Paul Lechler Preis 2010 ausgezeichnet.

2008 Sportprojekt Vereint in Bewegung

Ziel von „Vereint in Bewegung“ war es, ein Netzwerk zwischen Sport- und Sozialverbänden zu knüpfen. Der KV Coburg wurde als einer der neun bayerischen Standorte vom BLSV, der Sportjugendstiftung der Bayerischen Sparkassen, dem BFV und DKSB Bayern mit Fördermitteln für dieses Projekt unterstützt. Bei verschiedenen Veranstaltungen wurde das Projekt in Coburg vorgestellt und auch zunächst fortgesetzt, als die Fördergelder ausgelaufen waren; inzwischen wurde es eingestellt.

 Kinder- und Familien-Lobby (KiFaLo)

Die Kinder- und Familien-Lobby des Coburger Kinderschutzbunds ist eine Weiterentwicklung der niederschwelligen Familienhilfe, in die auch die Spielgruppen und Eltern-Kind-Gruppen integriert wurden. Das Angebot ist zum unverzichtbaren Baustein der Frühen Hilfen im Raum Coburg geworden und wird in dieser Broschüre in einem eigenen Beitrag genauer beschrieben. 

Kinderkurs Stärken stärken                                                        

Dieses Programm für Kinder im Altern von 6 – 10 Jahren fand über viele Jahre

in Zusammenarbeit mit der kommunalen Jugendarbeit der Stadt Coburg statt.

An drei Nachmittagen der Oster-  oder Herbstferien können die Kinder mit Spiel und Spaß ihre Stärken entdecken.

Der Kinderschutzbund ist zwischenzeitlich alleiniger Träger des Projektes, das im vergangenen Jahr mit einem Förderpreis der Stiftung „Bündnis für Kinder. Gegen Gewalt“ ausgezeichnet wurde. Auch hierzu gibt einen ausführlichen Beitrag.

2008

2007

2007 Weltkindertag

Ein besonderes Erlebnis war die Aktion zum Weltkindertag am 20. September 2007. Das Bild der 1350 Fähnchen, die in das Rondell am Schlossplatz gesteckt wurden, um auf die von Armut betroffenen Kinder in Coburg hinzuweisen, hat bei vielen Menschen große Betroffenheit , aber auch Hilfsbereitschaft ausgelöst. Es entstanden verschiedene Initiativen und Hilfsprojekte: die Aktion Sterntaler, die Adventsaktion der Geschäfte in der Kirchgasse, Spendenaktionen von Kindergärten, Schulen, Unternehmen, Banken und Einzelpersonen.

Spaß am Fußball - Gemeinsam sind wir stark

Die bayerischen Landesverbände von Kinderschutzbund und Fußballverband entwickelten ein Programm, in dem Inhalte des Elternkurses „Starke Eltern – Starke Kinder“®  auf die Belange von Jugendtrainern und –betreuern zugeschnitten sind. An zwei Abenden beschäftigen sich die Teilnehmer mit Themen aus dem Trainings- und Spielalltag wie: „Welche Bedürfnisse bringen Kinder, Eltern und Trainer mit? Welche Regeln sollen für den Umgang miteinander gelten? Wie können Konflikte konstruktiv gelöst werden?“   

Obwohl das Projekt, das später auch auf andere Sportarten ausgeweitet wurde, über Vereinsorgane und Presse bekannt gemacht wurde, konnten zwar einige Kurse im oberfränkischen Raum durchgeführt werden, bei den Coburger Sportvereinen aber kein Anklang gefunden werden .

Aktion Sterntaler

Die Aktion Sterntaler wurde von den Handwerkern und Designern der Ernstfarm initiiert. Die Zahl der von Armut betroffenen / bedrohten Kindern in Coburg hat nicht nur nachdenklich gestimmt, sondern viele Coburger veranlasst einfach anzupacken. Der große Erfolg der Aktion hat etliche Mitwirkende dazu bewogen weiterzumachen. Der Coburger Kinderschutzbund wurde gebeten ein Spendenkonto einzurichten, die Weitergabe der Spendengelder zu koordinieren bzw. zu veranlassen und als Ansprechpartner die Trägerschaft für Aktion Sterntaler übernommen, die Mittel werden in Abstimmung mit den Initiatorinnen vergeben.

2005 Familienhilfe

Der Coburger Kinderschutzbund verfolgte mit der Familienhilfe das Ziel, Familien in besonderen Lebenssituationen niederschwellige Hilfe anzubieten. Es wurden ca. 10 ehrenamtliche MitarbeiterInnen des Kinderschutzbundes als Familienhelferinnen ausgebildet. Bei der Maßnahme standen einfache, lebenspraktische Hilfen im Vordergrund, wie z.B. Begleitung zu einer Behörde, zum Arzt; Plätzchen backen oder kochen mit einer jungen Mutter, Einkauf im Secondhand-Laden, gemeinsames Aufräumen der Wohnung, Ordnung und Einteilung der Finanzen, Anleitung einer der Mutter zum gemeinsamen Spiel mit dem Kind. Die Familienhilfe war einer der der Vorläufer  für das spätere, ebenfalls niederschwellige, Programm KiFaLo.

 

Babysittervermittlung                                                                  

Mehrere Jahre hat der Kinderschutzbund in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend und Familie der Stadt Coburg eine Ausbildung zum Babysitter angeboten, die von vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gerne angenommen wurde. Die Ausbildung erstreckte sich über 5 Abende und umfasste die Themen Säuglingspflege, Erste Hilfe, Beschäftigungsmöglichkeiten, rechtliche Aufklärung und pädagogische Tipps. Die ausgebildeten Babysitter wurden in einer Liste erfasst, die beim Amt für Jugend und Familie und beim Kinderschutzbund erfragt werden konnte.

2005

2004

2004 Scheidungskindergruppe

Wenn Eltern sich trennen, übersehen diese oftmals, dass diese Entscheidung auch von den Kindern als schwierig und schmerzhaft erlebt wird. Kinder wollen beide Eltern behalten und erleben sich nun zwischen beiden hin- und hergerissen. Sie fühlen sich ohnmächtig und hilflos in einer Situation, die sie selber nicht wünschen und die sie nicht kontrollieren können. Manchen Eltern gelingt es, die Elternrolle von der Partnerrolle zu trennen und die Kinder aus den Konflikten herauszuhalten; viele sind dazu nicht in der Lage, was die emotionale Belastung der Kinder noch verschärft. Die Scheidungskindergruppe, die der Coburger Kinderschutzbund in Kooperation mit dem Institut für Psychosoziale Gesundheit (IPSG) anbietet, soll Kindern mit getrennt lebenden oder geschiedenen Eltern helfen, diese belastende Zeit besser zu bewältigen und die Anpassung an die neue Lebenssituation zu meistern. Den Kindern soll ermöglicht werden, sich mit scheidungsspezifischen Themen auseinanderzusetzen, sich ihrer Gefühle bewusst zu werden und diese zu artikulieren. Die Gruppe bietet einen geschützten Raum, in dem die Kinder einen „sicheren“ Platz finden, wo sie ihre Gefühle angstfrei äußern können und Verständnis finden. Sie erfahren auch, dass sie mit ihren Schwierigkeiten nicht alleine sind, und dass es anderen Kindern ganz ähnlich geht. Begleitend finden Gespräche der Gruppenleiter mit den Eltern statt. Sie dienen zum einen dazu, auch die Eltern in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und sie mit Inhalten und Verfahrensweisen in der Gruppe vertraut zu machen. Zum anderen sollen die Eltern für die Bedürfnisse der Kinder sensibilisiert und die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern verbessert werden.
                                                           

2005 Familienhilfe

Der Coburger Kinderschutzbund verfolgte mit der Familienhilfe das Ziel, Familien in besonderen Lebenssituationen niederschwellige Hilfe anzubieten. Es wurden ca. 10 ehrenamtliche MitarbeiterInnen des Kinderschutzbundes als Familienhelferinnen ausgebildet. Bei der Maßnahme standen einfache, lebenspraktische Hilfen im Vordergrund, wie z.B. Begleitung zu einer Behörde, zum Arzt; Plätzchen backen oder kochen mit einer jungen Mutter, Einkauf im Secondhand-Laden, gemeinsames Aufräumen der Wohnung, Ordnung und Einteilung der Finanzen, Anleitung einer der Mutter zum gemeinsamen Spiel mit dem Kind. Die Familienhilfe war einer der der Vorläufer  für das spätere, ebenfalls niederschwellige, Programm KiFaLo.

Herbst 2003 Einzug ins Familienzentrum

Im Rahmen der Jugendhilfeplanung der Stadt Coburg, an der sich Mitte der 90er Jahre auch Vertreter des Kinderschutzbundes beteiligten, entstand die Idee eines „Zentrums für Familie, Ehe und Partnerschaft“, woraus in der Folgezeit das Konzept für ein Familienzentrum unter Beteiligung dreier Vereine entwickelt wurde: Kinderzentrum des Domino e.V., Eltern-Kind-Café Der kleine Muck e.V. und Deutscher Kinderschutzbund KV Coburg e.V.

In der Coburger Innenstadt ließ die Stadt Coburg eine Häuserzeile sanieren, im Herbst 2003 konnten die beteiligten Vereine einziehen. Erstmals in der Geschichte des Coburger Kinderschutzbundes waren „Kiste“ und Geschäftsstelle unter einem Dach vereint. In enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Kinderzentrum und dem kleinen Muck wurden Informationen ausgetauscht, Termine und Angebote abgesprochen und gemeinsame Veranstaltungen geplant. Vertreter der drei Vereine beschäftigten sich darüber hinaus mit der Weiterentwicklung des Konzepts für das Familien-zentrum.

Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder®“

Viele Eltern fühlen sich allein gelassen in der Erziehung. Sie sind unsicher, manchmal auch hilflos. Sie glauben, in anderen Familien klappt alles viel besser.

„Starke Eltern – starke Kinder ®“ stärkt das Selbstvertrauen von Eltern als Erzieher, erleichtert das Gespräch in der Familie und bietet Austausch mit anderen Eltern.

Dieses bundesweite Projekt des Deutschen Kinderschutzbundes dient auch der Gewaltprävention. Die Kurse werden von ausgebildeten ElternkursleiterInnen durchgeführt.

2003

1997

Seit 1997 Förderung als Mütterzentrum

Die Angebote des Kinderschutzbundes werden seit 1997 von der Bayerischen Staatsregierung als Mütterzentrum gefördert. Diese Mittel dienen der Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit. Gleichzeitig ist hiermit ein hoher Planungs-, Nachweis- und Abrechnungsaufwand verbunden.

1996 – 2003 Geschäftsstelle in der Alexandrinenstraße

Im Jahr 1995 zeichnete sich ab, dass die Anlaufstelle in der Steingasse einfach zu beengt war, um die Arbeit es Kinderschutzbund auszubauen. Ein großer, mutiger Schritt – in die richtige Richtung - war die Anmietung einer 150 qm Wohnung am Rosengarten. Nun konnten die Angebote für Familien und Kinder deutlich erweitert werden.

Spielgruppen für Kleinkinder

Viele junge Eltern, meist die Mütter, nutzen den dreijährigen Elternurlaub. So können sie die Entwicklung ihres Kindes in den ersten Lebensjahren unmittelbar miterleben. Gleichzeitig wird aber von ihnen ständige Präsenz gefordert. Der  Kinderschutzbund bietet ihnen seit März 1996 die Möglichkeit, das Kind einmal in der Woche für ein paar Stunden in die Obhut einer Spielgruppe zu geben. Damit hat die Mutter (oder der Vater) Gelegenheit, Dinge ohne das Kind zu erledigen oder einfach eine persönliche Auszeit zu nehmen. Die Kinder sind in der Gesellschaft Gleichaltriger und lernen schon früh soziales Verhalten. Die Gruppen werden von erfahrenen Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes geleitet. Dieses Angebot wurde zwischenzeitlich in das Konzept KiFaLo integriert.

 Teestube für Mütter und Väter

Der größte Raum in der Alexandrinenstraße war die „Teestube“ – ausgestattet mit einem großen Tisch, mit Spielecke und gemütlicher Couch. Mütter, deren Kinder in der Spielgruppe betreut wurden, nutzten diesen Raum gerne. Leider wurde das Angebot aber nicht so angenommen, wie man es sich erhofft hatte – vor allem die „Laufkundschaft“ blieb aus.

Eltern-Kind-Gruppe

Mit dem Einzug in die Alexandrinenstraße war es auch möglich, einer Eltern-Kind-Gruppe Raum zu geben. Teestube und Spielzimmer boten optimale Möglichkeiten für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern, sich mit ihren Kindern zu treffen.

Playstation für Grundschulkinder

Mehrmals im Jahr, oft im Zusammenhang mit Ferien, veranstaltete der Kinderschutzbund Nachmittage für Grundschulkinder, an denen gebastelt, erzählt, gespielt wurde.

Kinderfreizeit in den Sommerferien

Für Kinder im Grundschulalter wurden eine Woche lang Tagesveranstaltungen angeboten, die jeweils unter einem bestimmten Motto standen: Beispielsweise in einem Jahr das Thema „Wald“, in einem anderen die Erkundung der Coburger Innenstadt, in einem weiteren das Thema „Handwerk“

Mittagsbetreuung an Grundschulen

Der Kinderschutzbund griff als erste Einrichtung in Coburg das Anliegen von Eltern auf, ihre Kinder bis in den frühen Nachmittag betreut zu wissen. In der Heimatringschule und in der Melchior-Franck-Schule wurden Räume für die Mittagsbetreuung ausgestattet und jeweils eine Mitarbeiterin des Kinderschutzbundes als Leitung eingesetzt.

1996

1994

1994 Erziehungsbeistandschaften

Der Coburger Kinderschutzbund stellte 1994 erstmals eine hauptamtliche Kraft ein. Eine Diplom-Sozialpädagogin übernahm in Absprache und Zusammenarbeit mit den Jugendämtern Stadt und Land Erziehungsbeistandschaften. Diese Maßnahme wurde mit Mitteln des Arbeitsamtes gefördert und konnte bis Ende 1997 fortgesetzt werden.

Kinderbetreuung in Notfällen

Der Kinderschutzbund bietet Unterstützung, wenn Vater oder Mutter krank sind und damit ihre Kinder nicht versorgen können oder wenn das Kind krank ist, und Eltern sich nicht selber darum kümmern können. Eine Gruppe von Frauen, sog. Notmütter, steht zur Verfügung, um in die Familie zu kommen oder die Kinder zu sich zu nehmen.

Unterstützung für Ortsverband Saalfeld

Nach der Wende fand sich in Saalfeld ein Kreis von Frauen und Männern zusammen, die die Situation der Kinder in den Plattenbausiedlungen verbessern wollten. Daraus entstand Ortsverband Saalfeld, der vom Coburger Kinderschutzbund bei  seiner Gründung mit Rat und Tat unterstützt wurde.

1992

1991

Eröffnung der Anlaufstelle in der Steingasse

Mit der Anlaufstelle in einem 30 Quadratmeter großen Nebenraum des Ämter-gebäudes bekam der Kinderschutzbund endlich eine eigene Adresse. Durch regelmäßige Öffnungszeiten war der Kinderschutzbund für Rat- und Hilfesuchende erreichbar. Erstmals wurde eine Gruppe ehrenamtlicher Frauen für persönliche und telefonische Beratungsgespräche ausgebildet. Bis 1994 fanden hier auch die Sprechstunden der Kinderbeauftragten den Stadt Coburg statt.

Beratung

Der Kinderschutzbund ist  Ansprechpartner für Eltern, Kinder und Jugendliche, sowie für Personen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. In der Beratung liegt der Schwerpunkt  darauf,  Ratsuchende darin zu unterstützen, selber Lösungen zu finden, und  Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Ggf. wird auch der Kontakt zu anderen Einrichtungen vermittelt.

Kinderflohmarkt an der Morizkirche

Zur Eröffnung der Anlaufstelle wurde auch ein Kinderflohmarkt organisiert, der erste seiner Art und später oft kopiert. Viele  Jahre gehörte diese Veranstaltung zu einem jährlich wiederkehrenden, bei Kindern sehr beliebten Angebot.

Erste Kinderstadtratssitzung in Coburg

Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes trugen gemeinsam mit anderen Coburger Einrichtungen Vorbereitung und Durchführung dieser Kinderstadtratssitzung mit Hunderten von Kindern.

Seit 1990 Elternbriefe für junge Familien im Landkreis

Jahrelang verschickte der Kinderschutzbund im Landkreis Coburg die „Peter-Pelikan-Briefe“ an die Eltern von Erstgeborenen, zunächst direkt, dann in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt. Die Stadt Coburg versandte die Elternbriefe seit 1966 – auf damalige Anregung des Kinderschutzbundes.

1990

1989

Umwandlung vom Orts- zum Kreisverband

Der Kinderschutzbund hatte zu diesem Zeitpunkt 88 Mitglieder.

Drillinge                 

Eine Mutter von Drillingen wandte sich hilfesuchend an den Kinderschutzbund und erhielt finanzielle Unterstützung. Seitdem wurden immer wieder Drillingsfamilien unterstützt.

Aussiedler

Im Dezember lud der Kinderschutzbund Mütter und Kinder aus Übersiedlerheimen zum gemeinsamen Backen und Basteln für die Weihnachtszeit ein, da diese keine eigene Koch- und Backgelegenheiten hatten. Diese Aktion fand großen Anklang, wurde noch einige Male wiederholt und führte auch zu engeren persönlichen Kontakten.

Arbeitskreis gegen Sexuellen Missbrauch

Von Anfang an beteiligte sich der Kinderschutzbund an dem Arbeitskreis gegen Sexuellen Missbrauch, der seinerzeit aus einer Gruppe Wildwasser hervorging.

Kinderfreizeit

Der Kinderschutzbund übernahm vom Stadtjugendring die Trägerschaft für die Kinderfreizeit „Forellenhof“ in Schleswig-Holstein. An der Freizeit nahmen 47 Kinder und Jugendliche teil, darunter 15 Aussiedlerkinder aus Polen, Russland und Ungarn. Bis 1995 organisierte der Kinderschutzbund jeden Sommer eine Kinderfreizeit außerhalb Coburgs.

Kindergartenplätze

Im Jahr 1990 zeichnete sich ein erheblicher Mangel an Kindergartenplätzen ab. Mit einer Gruppe engagierter Frauen gelang es dem Kinderschutzbund, die Einrichtung von vier Notgruppen im Stadtgebiet Coburg zu erreichen.

Kinderbeauftragte

Mit einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema „Braucht Coburg eine kommunale Kinderbeauftragte?“ brachte der Kinderschutzbund ein neues Anliegen nach Coburg und verfolgte das Ziel einer Kinderbeauftragten für Coburg mit großer Hartnäckigkeit. Der Wunsch nach einer hauptamtlichen Kinderbeauftragten wurde leider nicht verwirklicht. Im Januar 2002 setzte die Stadt Coburg aber erstmals eine ehrenamtliche Kinderbeauftragte ein.

Arbeitskreis Schule und Bildung

Der Arbeitskreis Bildung und Schule und der Kinderschutzbund setzten sich gemeinsam für eine Verbesserung der gegenwärtigen Schule ein. Mit thematischen Veranstaltungen und verschiedenen Aktionen wurden Eltern und Lehrer angesprochen.

Jugendwohlfahrtsausschuss/ Jugendhilfesenat

Der Kinderschutzbund wird beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt Coburg. 1990 wird der Verein mit Sitz und Stimme in dieses Gremium aufgenommen, das inzwischen in Jugendhilfesenat umbenannt wurde, und gehört diesem seitdem ununterbrochen an.

1984

1980

Eröffnung der „Kiste“

Die „Kiste“ war und ist ein Secondhandshop für Kinder- und Jugendkleidung, der von Ehrenamtlichen des Kinderschutzbundes betrieben wird. Die Ware wird in Kommission genommen. Für viele Familien aus Coburg Stadt und Land ist die „Kiste“ nach wie vor eine willkommene Einrichtung, um sowohl die Haushaltskasse aufbessern zu können als auch zum erschwinglichen Preis gepflegte, moderne Kinderkleidung einkaufen zu können. Das erste Domizil der „Kiste“ war der heutige Sitzungssaal des Ämtergebäudes.

Osterschmuckverkauf

20 Jahre lang bastelte eine Gruppe von älterer Damen jedes Frühjahr verschiedene Dinge wie Grußkarten mit gepressten Blumen, kleine Körbchen oder Figuren, um sie vor Ostern zugunsten des Kinderschutzbundes zu verkaufen. In den ersten Jahren kam der Erlös der Spielstube in der Neustadter Straße zugute, später wurde damit ein indisches Patenkind unterstützt.

April – 2.Mai 1976 Kinderschutztage in Coburg

Etwa 160 Vertreter aller damaligen deutschen Kinderschutzbundverbände waren anlässlich der Bundesversammlung des Deutschen Kinderschutzbundes zu Gast in Coburg.

1979 Jugendzentrum

Der Kinderschutzbund arbeitete aktiv in der Initiative für die Einrichtung eines Jugendzentrums mit und beteiligte sich an der Gründung des Vereins für Offene Jugendarbeit, heute Domino e.V.

1979 Aktion „Kinder willkommen“

Gemeinsam mit Fremdenverkehrsamt und Hotel- und Gaststättenverband wurden Gaststätten hinsichtlich ihres kinderfreundlichen Services bewertet und mit Plaketten ausgezeichnet.

1979

1970

Pflegeeltern

Der Kinderschutzbund arbeitete gemeinsam mit den Jugendämtern Stadt und Land daran, die seinerzeit üblichen Säuglingsheime abzuschaffen und betroffene Kinder stattdessen in Pflegenestern oder bei Pflegeeltern unterzubringen.

Lage der Kinder in Coburg

Der Kinderschutzbund führte eine Erhebung zur „Lage der Kinder in Coburg“ durch. Dabei zeigten sich insbesondere Defizite bei der Anzahl von Kindergartenplätzen und bei der Ausstattung der Coburger Spielplätze (soweit überhaupt vorhanden). Der Kinderschutzbund trug diese Mängel in die Öffentlichkeit und hatte durch zielstrebige Hartnäckigkeit wesentlichen Anteil daran, dass sich die Situation in beiden Bereichen in den folgenden Jahren verbesserte. In dieser Zeit erwirkte der Kinderschutzbund gegen heftigen Widerstand die Freigabe einer Rasenfläche im Hofgarten für Mütter mit kleinen Kindern und spendete auch gleich zwei Bänke – eine Aktion, die in der örtlichen Presse als „Rasenkrieg“ kommentiert wurde. Eine Initiative für kindgerechte Schulhöfe wurde vom Kinderschutzbund sowohl mit Ideen als auch mit finanziellen Mitteln unterstützt.

Spielstube

In den damaligen Notunterkünften in der alten Kaserne an der Neustadter Straße waren die Lebensverhältnisse der Familien sehr schwierig, Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche nicht vorhanden. Mehrere Jahre lang betreuten Ehrenamtliche des Kinderschutzbundes einmal wöchentlich ca. 40 – 60 Kinder und Jugendliche und setzten sich für eine Verbesserung der Wohnsituation ein. 1971 wurde dort eine Spiel- und Lernstube eingerichtet.

1968

1965

60er Jahre Vorträge und praktische Hilfen

 In den ersten Jahren trat der Coburger Kinderschutzbund hauptsächlich mit Vorträgen an die Öffentlichkeit. Themen waren u.a. „Das Kind und das Fernsehen“, „Sexuelle Aufklärung des Kindes“, „Gangbare Wege der Abwehr gegen Gefahr und Bedrohung unserer Kinder“, „Schutz der Kinder vor Sittlichkeitsverbrechern“, „Soziale Gefährdung unserer Kinder“.

Parallel dazu wurden Hilferufe von bedürftigen Familien aufgegriffen: Sei es durch die Ausstattung einer Mutter und ihrer 9 Kinder mit angemessener Kleidung für einen Erholungsaufenthalt, sei es mit internen Spendenaufrufen zur Unterstützung von Kindern mittelloser Familien für Kleidung zum Gregoriusfest oder andere Maßnahmen direkter Hilfe.

26. Januar 1964 Gründungsinitiative von Coburger Bürgern

Auslöser der Gründung war ein Vortrag, den Dr. Lejeune, Begründer und damaliger Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes e.V., im Dezember 1963 beim Weinberg-Forum des Kulturamtes des Landkreises Coburg gehalten hatte. Das Thema „Gefährdete Jugend in unserer Zeit“ führte zu so großer Betroffenheit bei den Zuhörern, dass sich 14 Anwesende schriftlich bereit erklärten, in Coburg einen Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes zu gründen.

20 März 1964 Gründungsversammlung mit ca. 30 Personen

Der Ortsverband Coburg war der erste Verband des Deutschen Kinderschutzbundes in Bayern. Erst 1970 wurde – mit maßgeblicher Unterstützung aus Coburg – der Landesverband Bayern gegründet.

1964

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